CJ bei der 70. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission

New York
09.03.2026
Heute hat die 70. Sitzung UN-Frauenrechtskommission in New York begonnen. CJ-Schwestern und Freundinnen Mary Wards sind als Delegierte vor Ort oder als Teilnehmerinnen der virtuellen Delegation mit dabei.

Die vereinten Nationen haben die 70. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission (CSW70) feierlich eröffnet. Teilnehmer:innen sind Vertreter:innen der Mitgliedsstaaten, Angehörige von UN-Organisationen und Mitglieder von Gemeinnützigen Organisationen die bei ECOSOC akkreditiert sind.

Unsere Loreto-Mitschwestern haben im September 2003 ein Büro bei den Vereinten Nationen eröffnet, das damals an das Department of Global Communications angebunden war. 2015 erhielt unsere UN NGO den Sonderberaterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen, dem UN Economic and Social Council (ECOSOC). So können wir aktiv am CSW teilnehmen.

UN-Generalsekretär António Guterres zur Bedeutung von Frauenrechten

Während der Eröffnungszeremonie, an der unsere Generalrätinnen Annamaria und Mary sowie die Leiterin der UN NGO, Sarah, teilnahmensagte UN-Generalsekretär António Guterres: „Die Gleichstellung der Geschlechter ist – und war schon immer – eine Frage der Macht.“ Er fügte hinzu: „Wir leben in einer von Männern dominierten Welt und einer von Männern dominierten Kultur. Kein einziger Fortschritt für die Rechte der Frauen wurde jemals geschenkt; er wurde erkämpft. Erkämpft von Generationen von Frauen und Mädchen, Fürsprecherinnen und Aktivistinnen, Gemeindevorsteherinnen und Gerechtigkeitssuchenden. Erkämpft von Ihnen.“

Gutierrez wies darauf hin, warum diese Kommission für die Stellung der Frau so wichtig ist – nicht nur für Frauen, sondern für alle Menschen: „Wenn Frauen sinnvoll an Friedensprozessen und Übergangsjustiz beteiligt sind, halten Vereinbarungen länger und Gesellschaften heilen tiefer.“

Guterrez fuhr fort: „Aber die Welt bleibt weiterhin hinter den Erwartungen zurück. Inklusion wird proklamiert, doch Frauen sind an den Verhandlungstischen nicht vertreten. Schutz wird versprochen, doch sexuelle Gewalt bleibt ungestraft.“ Er beendete seine Rede mit den Worten: „Gerechtigkeit ist der Hüter der Menschenrechte und der Menschenwürde. Wenn die Aussage einer Frau abgetan wird – wenn einem Mädchen der Gang vor Gericht verwehrt wird – wenn Gesetze diskriminieren oder die Polizei nicht handelt – werden die Menschenrechte für alle ausgehöhlt. Und Gerechtigkeit bedeutet auch, sich mit der Epidemie der Gewalt gegen Frauen und Mädchen in all ihren Formen auseinanderzusetzen: häusliche Gewalt, Menschenhandel, sexuelle Gewalt in Konflikten und die Belästigung, die die Freiheit der Frauen jeden Tag einschränkt.“

Sicherstellung und Stärkung des Zugangs zum Recht für alle Frauen und Mädchen, durch die Förderung inklusiver und gerechter Rechtssysteme, die Beseitigung diskriminierender Gesetze, Politiken und Praktiken sowie den Abbau struktureller Barrieren.
Schwerpunktthema
des CSW70

Ansprache von Annalena Baerbock, Präsidentin der UN-Generalversammlung

„Der Kampf für Frauenrechte ist im Grunde genommen ein Kampf für Gerechtigkeit an sich. Gerechtigkeit im Prinzip – was unsere Gesetze sagen. Gerechtigkeit in der Praxis und im Handeln – wie diese Gesetze umgesetzt werden, und Gerechtigkeit in der Macht, also wer sie ausübt“, sagte Annalena Baerbock in ihrer Eröffnungsrede. „Gerechtigkeit weltweit erfordert die aktive Entscheidung, Überlebenden überall auf der Welt zu glauben, Täter jeden Tag zur Rechenschaft zu ziehen und Systeme abzubauen, die Missbrauch und Diskriminierung aufrechterhalten. Denn das ist es, was wahre Gerechtigkeit ausmacht – Gerechtigkeit nicht nur in Worten, Gerechtigkeit nicht nur am Internationalen Frauentag, sondern im Prinzip, in der Praxis und in der Macht – jeden Tag.“

Sima Bahous, Exekutivdirektorin von UN Women, erklärte: „Wir treffen uns in einer Zeit, in der die Welt von zahlreichen Krisen erschüttert wird. Der Frieden ist in weiter Ferne. Die Welt ist extrem und zunehmend fragmentiert. Die Ungleichheit der Geschlechter wird durch die Übel von Krieg und Konflikten noch verschärft: von Afghanistan über Haiti bis hin zu Iran, Myanmar, Palästina, Südsudan, Sudan, Syrien, Ukraine, Jemen und darüber hinaus. Ich schließe mich allen Appellen für eine Rückkehr zur Diplomatie, zum Dialog und für ein Ende der Tötungen im Nahen Osten, in Afrika und darüber hinaus an.“

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