Die Schwestern in Albanien haben die NGO „Mary Ward Loreto“ gegründet. Ihr Hauptziel ist es, Menschenhandel zu bekämpfen und sich für die verbesserung der Lebensverhältnisse von Betroffenen einzusetzen. Auch weitere soziale und pastorale Projekte sind entstanden.
Als Sr. Imelda Poole im Jahr 2005 nach Tirana kam, lernte sie schnell Roma-Familien kennen, die in Barackensiedlungen nahe des Hauptbahnhofs leben, ganz in der Nähe ihrer eigenen Unterkunft.
Roma-Gemeinschaften entstanden vor Jahrhunderten in Indien. In vielen Ländern, auch in Europa, insbesondere in Osteuropa, gehören sie zu den Ärmsten der Armen, vele Familien sind marginalisiert und benachteiligt.
In Albanien leben fast alle Roma-Familien in Baracken und schlecht ausgebauten Siedlungen am Rande der Großstädte, insbesondere von Tirana. Mittlerweile lebt circa ein Drittel der albanischen Bevölkerung in Tirana und die Stadt wächst weiter.
Sr. Imelda Poole schreibt:
“Albanien, wo ich mich seit mehr als 20 Jahren gegen Menschenhandel einsetze, sieht sich mit einer explosionsartig ansteigenden Armut konfrontiert. Unsere Stiftung „Mary Ward Loreto“ setzt sich dafür ein, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern und ausgestoßene, ausgebeutete und missbrauchte Menschen wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Unsere sechs Hilfs- und Beratungszentren bieten Unterstützung direkt vor Ort, aber auch online an. So können wir schnell und unbürokratisch Hilfe leisten.
Der Einsatz gegen Menschenhandel erfordert es auch, in internationalen Netzwerken aktiv zu sein. So arbeite ich zum Beispiel im grenzüberschreitenden Netzwerk RENATE, gemeinsam mit Überlebenden und weiteren Kolleg:innen, gegen den Menschenhandel. Auch die Zusammenarbeit mit MSA aus Großbritannien trägt dazu bei, die Ursachen des Menschenhandels nachhaltig zu bekämpfen und Betroffenen Auswege zu ermöglichen.
Wir sind eine internationale, multikulturelle Ordensgemeinschaft mit rund 1.800 Schwestern, die in mehr als 40 Ländern weltweit vertreten ist. Gegründet im Jahr 1609 von der Verehrungswürdigen Mary Ward, sind wir eine Gemeinschaft apostolischer, unklausurierter Ordensfrauen, verwurzelt in der Ignatianischen Spiritualität.
Wir sind in verschiedenen Aufgabenbereichen tätig – nicht aus eigenem Antrieb, sondern weil wir uns von Gott senden lassen. Wir bilden unsere Schwestern so aus, dass sie flexibel und einsatzbereit sind und bereit, dorthin zu gehen, wohin sie gesandt werden. Wir erwarten von ihnen, dass sie sich – wie Mary Ward – um die innere Freiheit bemühen, auf den Ruf zu reagieren, alles hinter sich zu lassen und Christus mit Leidenschaft und Mitgefühl nachzufolgen.
„Berufung“ – ein Wort, das nach MEHR schmeckt, nach dem, was der heilige Ignatius von Loyola „MAGIS“ nannte: Sehnsucht, Sinn, Lebensfülle, eine Aufgabe und das Gefühl, gebraucht zu werden. Berufung klingt danach, dass jemand mich persönlich ruft, mit dem ich meinem Leben eine einzigartige Gestalt geben kann.
Menschen auf der ganzen Welt lassen sich von Mary Ward und ihrer Art, Jesus nachzufolgen, inspirieren und begeistern. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich unserem Netzwerk anzuschließen und Teil der großen Mary-Ward-Familie zu werden.
Mary Ward sagte einmal: „Ich habe auf Gottes tiefen Traum für mich gehört und verspürte den Wunsch, darauf zu antworten.“ In diesem Sinne laden wir Sie ein, mit uns zu beten. Wir bieten Ihnen eine Vielzahl von Gebeten und Materialien zur Besinnung an.
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