Die Schwestern in Albanien haben die NGO „Mary Ward Loreto“ gegründet. Ihr Hauptziel ist es, Menschenhandel zu bekämpfen und sich für die verbesserung der Lebensverhältnisse von Betroffenen einzusetzen. Auch weitere soziale und pastorale Projekte sind entstanden.
Als Sr. Imelda Poole im Jahr 2005 nach Tirana kam, lernte sie schnell Roma-Familien kennen, die in Barackensiedlungen nahe des Hauptbahnhofs leben, ganz in der Nähe ihrer eigenen Unterkunft.
Roma-Gemeinschaften entstanden vor Jahrhunderten in Indien. In vielen Ländern, auch in Europa, insbesondere in Osteuropa, gehören sie zu den Ärmsten der Armen, vele Familien sind marginalisiert und benachteiligt.
In Albanien leben fast alle Roma-Familien in Baracken und schlecht ausgebauten Siedlungen am Rande der Großstädte, insbesondere von Tirana. Mittlerweile lebt circa ein Drittel der albanischen Bevölkerung in Tirana und die Stadt wächst weiter.
Sr. Imelda Poole schreibt:
“Albanien, wo ich mich seit mehr als 20 Jahren gegen Menschenhandel einsetze, sieht sich mit einer explosionsartig ansteigenden Armut konfrontiert. Das ist besonders stark sichtbar seit dem verheerenden Erdbeben 2019.
Mary Ward Loreto setzt sich gemeinsam mit den Überlebenden der Katastrophe dafür ein, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern und ausgestoßene, ausgebeutete und missbrauchte Menschen wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Unsere sechs Hilfs- und Beratuungszentren bieten Unterstützung direkt vor Ort, aber auch online an. So können wir schnell und unbürokratisch Hilfe leisten.
Der Einsatz gegen Menschenhandel erfordert es auch, in internationalen Netzwerken aktiv zu sein. So arbeite ich zum Beispiel im grenzüberschreitenden Netzwerk RENATE, gemeinsam mit Überlebenden und weiteren Kolleg:innen, gegen den Menschenhandel. Auch die Zusammenarbeit mit MSA aus Großbritannien trägt dazu bei, die Ursachen des Menschenhandels nachhaltig zu bekämpfen und Betroffenen Auswege zu ermöglichen.
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