Mary Ward als Pilgerin in der Amerindischen Provinz

Brasilien
09.06.2026
"Mary Ward Peregrina" verbindet die Mary Ward-Schulen in Chile, Argentinien und Brasilien durch eine Pilger-Kette aus Gebet und Hoffnung.

Eine kleine Puppe, gekleidet mit einem Habit aus der Zeit Mary Wards, ist zu einem Symbol des Glaubens, der Gemeinschaft und der Hoffnung für die elf Schulen geworden, die sich zum Mary Ward Bildungsnetzwerk in der Amerindischen Provinz zusammengeschlossen haben.

Die Initiative “Mary Ward Peregrina” entstand im Colegio Beatísima Virgen María in Brasilien im Rahmen der Feierlichkeiten zu seinem 90-jährigen Bestehen. Die Idee ist es, das Erbe der Mary Wards in den Schulen und auch innerhalb der Familien zu vermitteln und so Gebet, Begegnung und gemeinsame Spiritualität zu fördern.

Heute hat diese Pilgerreise der kleinen „Mary Ward Peregrina“ bereits Schulklassen und Familien in den 
drei Ländern der Provinz besucht, Schulklassen haben sie herzlich willkommen geheißen und Familien haben ihre Türen für sie geöffnet, um sie mit Liebe und Ehrfurcht zu empfangen. 

Gemeinsam beten

Die Initiative lädt dazu ein, eine zutiefst einfache und bedeutsame Erfahrung zu machen: Zusammen mit der Puppe reisen das “Gebet bei einer Krankheit” und das “Gebet für die Seligsprechung der Mary Ward”, die zum Gebet in der Familie und als Gesprächsanregung gedacht sind. Dafür trägt die Pilgerinnen-Puppe einen kleinen Rucksack auf dem Rücken.

Außerdem können in den Taschen ihres Habits Namen und Gebetsanliegen von Menschen hinterlegt werden, während Kinder in ihrem kleinen Rucksack Zeichnungen, Botschaften oder Glaubenssymbole
hinterlassen, die die Reise zur nächsten Familie oder Schulgemeinschaft begleiten. Mehr als nur ein wanderndes Symbol repräsentiert „Mary Ward Peregrina“ ein Netzwerk von Menschen, die durch den Glauben und den Wunsch vereint sind, das Erbe einer visionären Frau lebendig zu halten, deren Spiritualität neue Generationen weiterhin inspiriert.

Geschichten wie die der brasilianischen Pädagogin Simone Gottsfritz spiegeln den tiefen Sinn dieser Initiative wider. Sie berichtet, dass ihre Familie und Nachbarschaft während der schweren Krankheit ihres Vaters, als die medizinischen Prognosen wenig ermutigend waren, im Gebet vereint waren und auf die Fürbitte der Mary Ward vertrauten. “Entgegen allen medizinischen Prognosen, nach schwierigen Operationen und einem langen Genesungsprozess, erholte sich mein Vater. Für uns gab es nie Zweifel: Es war die Kraft des Glaubens, die Gnade Gottes und die Fürbitte Mary Wards”, sagte sie anschließend.

 

Die Begegnung mit der pilgernden Puppe wurde auch in den Schulen in Argentinien intensiv gelebt. Im Colegio Mary Ward von Plátanos, Berazategui, hat sich jeder Besuch zusammen mit Katechet:innen und den Schwestern der CJ in einen Moment der Begegnung, des Gebetes und der Gemeinschaft zwischen Schüler:innen, Pädagog:innen, Schwestern und Familien verwandelt.

“Mehr als Entfernungen zu durchqueren, trägt diese Pilgerreise tiefe Absichten: Herzen im Gebet für die Seligsprechung Mary Wards zu vereinen, die Kraft ihres Erbes und die Aktualität ihrer Sendung anzuerkennen und fortzuführen”, schrieben die Lehrerinnen aus Argentinien.

Sr. Elena Gatica CJ, Provinzoberin der Provinz Amerindia, freut sich über den besonderen Einfluss, den diese Initiative in den Schulen des Netzwerks bekommen hat. “Für mich ist es eine große Freude, unsere Laienmitarbeiter:innen zu treffen, die die Idee dieser Puppe entwickelt haben, die allen Standards entspricht, um sie vertrauenswürdig und sicher zu machen. Ich lade die Familien unserer Schülerinnen und Schüler ein, Mary Ward, repräsentiert in dieser Puppe, als jemanden aufzunehmen, der uns besucht, um uns zu vereinen. Ich freue mich, dass die Familien gemeinsam für Kranke beten und dass sie darum bitten, dass die Kirche erkennt, wie groß und aktuell Mary Ward in unseren Zeiten ist”, so Sr. Elena. Sie hoffe, dass diese Erfahrung des gemeinsamen Gebets das Familien- und Gemeinschaftsleben stärken werde. “Möge der Besuch der Puppe ein Moment sein, in dem sich die Familie versammeln kann, um zu beten, familiäre oder freundschaftliche Anliegen zu besprechen und Gott anzuvertrauen. Das ist die Einladung: Dass wir uns . So wird unser Bildungsnetzwerk immer mehr gelebte Wirklichkeit.“

So, zwischen kindlichen Zeichnungen, handgeschriebenen Fürbitten und gemeinsamen Gebeten, setzt „Mary Ward Peregrina“ ihren Weg durch Lateinamerika fort und trägt eine Botschaft der Hoffnung, Gemeinschaft und lebendigen Glaubens mit sich.

Text und Fotos: Carolina Marcos Chavarría