Oktober: Monat der Weltmission

Rom
01.10.2026
In der römisch-katholischen Kirche ist der Oktober als Weltmissionsmonat ausgewiesen, eine Zeit, die ganz im Zeichen des Gebets, der Besinnung und der finanziellen Unterstützung der weltweiten Sendung der Kirche steht.

Viele Katholik:innen weltweit verbinden den Monat Oktober mit dem Rosenkranz. Und das zu Recht: Im Oktober werden Katholiken besonders dazu ermutigt, den Rosenkranz zu beten, über das Leben Jesu nachzudenken und die Gottesmutter um ihre Fürsprache für unsere Gebete zu ihrem Sohn zu bitten.

Der Oktober ist aber auch mit der weltweiten Mission der Kirche verbunden. Dieser Zusammenhang begann im Jahr 1919, als Papst Benedikt XV. eine Enzyklika mit dem Titel „Maximum Illud“ („Das Größte“) veröffentlichte. Das Apostolische Schreiben sollte nach dem Ersten Weltkrieg neue Weichen für die katholische Missionsarbeit stellen und definierte die Sichtweise der Kirche auf die Sendung in der Nachfolge Jesu neu. Papst Benedikt XV. unterstrich dabei den Auftrag Christi, das Evangelium der ganzen Welt zu verkünden. Und er lehnt Nationalismus entschieden ab: In seinem Schreiben kritisierte er scharf Missionare, die die politischen oder kolonialen Interessen ihrer Heimatländer über die spirituelle Botschaft Christi stellten. Der Papst drängte ferner auf die Ausbildung und Fförderung einheimischer Priester und Bischöfe, damit die Ortskirchen eigenständig gedeihen könnten, und forderte persönliche Heiligkeit, tiefe Hingabe an das geistliche Heil, Sprachkenntnisse und kulturellen Respekt.

Im Jahr 1926 erklärte Papst Pius XI. den vorletzten Sonntag im Oktober zum Weltmissionssonntag, einem Tag, an dem der gesamte Missionsdienst in der Welt gefeiert wird. Bereits im darauffolgenden Jahr wurde die heilige Therese von Lisieux, deren Festtag der 1. Oktober ist, neben dem heiligen Franz Xaver zur Mitpatronin für den Weltmissionssonntag ernannt.

Die Congregatio Jesu feiert gemeinsam mit der weltweiten Kirche diesen Monat, in dem Mission und Gesandt-Sein in der Nachfolge Jesu im Vordergrund steht, und legt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf unsere Sendungen und Dienste.

Social Media Veröffentlichungen

Schwestern, denen eine Sendung in abgelegenen Regionen anvertraut wurde, berichten im Oktober von ihren Erfahrungen und geben uns kurze Einblicke in ihr Leben. Das zeigen wir auf Facebook und Instagram.

Außerdem haben wir Zitate von Mary Ward und Teresa Ball zum Thema Sendung und Dienst in der Nachfolge Christi zusammengestellt, kombiniert mit Fotos unserer Schwestern und ihrer Aufgaben.