Treffen der Provinzoberinnen in Rom

Rom
06.05.2026
Vom 4. bis 14. Mai kommen alle Provinz- und Regionaloberinnen sowie der Generalrat in Rom zusammen.

14. Mai 2026

Unsere Provinz- und Regionaloberinnen kehren nun in ihre Provinzen und Regionen zurück und werden den Geist und die Begeisterung dieses ersten ELM als EINE Kongregation an ihre Mitschwestern weitergeben.

Manche Teilnehmerinnen aus anderen Teilen der Welt verlängern ihren Aufenthalt in Europa. Einige besuchen Loreto und die Basilica della Santa Casa, andere begleiten Sr. Monica Cochan nach Rumänien, um dort ihre Mitschwestern kennenzulernen und mehr über deren Sendungen und Dienste zu erfahren.

Gottes Segen für alle Reisen!

13. Mai 2026

Am letzten Tag des Treffens unserer Provinz- und Regionaloberinnen blickten wir auf die Tage des Austauschs, der Unterscheidung, der Beschlüsse und des Gebets zurück. Und wir machten erneut eine kleine Pilgerwanderung zur Kirche Santa Prassede, um gemeinsam die Messe zu feiern. Diese Basilika ist eng mit Mary Ward und ihren ersten Gefährtinnen verbunden. S. Prassede war ihre Pfarrkirche während ihres dritten Aufenthalts in Rom zwischen 1632 und 1637. Sie ist zudem eine der ältesten Kirchen Roms und geht auf das vierte Jahrhundert zurück. Die heutige Kirche – und jene, die Mary Ward und ihre Gefährtinnen kannten – wurde im 9. Jahrhundert erbaut und verfügt über einige wunderschöne byzantinische Mosaike.

12. Mai 2026

Heute haben wir uns eingehender mit unseren Sendungen befasst. Die Provinz- und Regionaloberinnen berichteten von den vielfältigen Sendungen in den verschiedenen Teilen der Welt und tauschten sich über Erfolge, Herausforderungen und Bedürfnisse aus.

Wir befassten uns näher mit den internationalen Sendungen, sprachen über den Ausbildungsbedarf für internationale Einsätze sowie über die Interaktion und Zusammenarbeit mit Laienkolleg:innen und Freund:innen Mary Wards sowie über kongregationsübergreifende Zusammenarbeit.

Insbesondere haben wir darüber diskutiert, wie wir Mary Wards Auftrag in die Praxis umsetzen können: dorthin zu gehen und dort zu sein, wo die Not am größten ist. Wir wollen an die Ränder gehen, zu den Menschen, die sonst keine Hilfe erhalten würden und die nicht nur unsere finanzielle Unterstützung, sondern auch unsere Fürsorge und unser Da-Sein brauchen.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt war die Frage, wie wir unseren älteren Mitschwestern helfen können, den Übergang vom aktiven Tun zur Sendung des Seins zu vollziehen. Wir haben voneinander gehört, wie wichtig der Dienst des Gebets ist – für uns und für alle.

11. Mai 2026

Nach der Pause waren wir alle wieder voller Energie und haben uns intensiv mit unseren Finanzen befasst. Unsere Generalökonomin, Sr. M. Anna, und die stellvertretende Generalökonomin, Sr. Hellen, führten uns durch die Arbeit, die geleistet wurde, um die beiden Zweige unserer Kongregation auch wirtschaftlich erfolgreich zusammenzuführen. Sie wurden dabei von Owen McCabe von L&P unterstützt, der unsere Kongregation im Bereich Finanzen berät. 

Wir haben uns die verschiedenen Finanzstrukturen und -einheiten, den Immobilienbesitz sowie die neuen Vorschriften des Heiligen Stuhls in Bezug auf Rechenschaftspflichten genauer angesehen.

10. Mai 2026

An diesem Sonntag hatten die Teilnehmerinnen einen freien Tag – um die Schönheiten Roms oder Assisis zu genießen, Freunde zu treffen und Erinnerungen aufzufrischen oder einfach nur zu entspannen und die Erlebnisse der vergangenen Tage auf sich wirken zu lassen. Ein Tag voller Ruhe und Segen.

9. Mai 2026

Beim ELM haben wir heute zwei wichtige Themen besprochen: Ausbildung und Safeguarding – unseren Umgang mit Missbrauch und Prävention. 

Beim Thema Ausbildung behandelten wir nicht nur die Ordensausbildung, sondern auch an die ständige Weiterbildung in unserem Leben sowie die Ausbildung unserer Laienmitarbeiter:innen. Zudem refelktierten wir über spirituelle Angebote und Weiterbildungen für Mitglieder der Mary-Ward-Familie.

Bei den Informationen und Gesprächen zum Thema Missbrauchsprävention, im Fachbegriff Safeguarding genannt, war Sr. Manju dabei, die zur Safeguarding-Referentin der CJ ernannt wurde. Sr. Estela stellte die überarbeitete Schutzrichtlinie vor, die nun in zehn Sprachen verfügbar ist. Sie kündigte außerdem eine Reihe von Webinaren zu diesem Thema an, um unsere Ansätze vertiefend zu erörtern und ihre Anwendung im Alltag zu erleichtern.

Unsere Diskussionen zu beiden Themen waren sehr tiefgreifend und fruchtbar. Der Austausch von Erfahrungen aus verschiedenen Teilen der Welt hat unseren Blickwinkel erweitert und es uns ermöglicht, tief in unsere Realität einzutauchen und neue Strategien und Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.

8. Mai 2026

Heute haben wir praktische Fragen besprochen. In unseren beiden früheren Zweigen gab es Abläufe, die unterschiedlich gestaltet waren. Wir haben uns über unsere Erfahrungen ausgetauscht und gemeinsam beschlossen, wie wir in Zukunft vorgehen wollen.

Am Nachmittag gab unsere Kommunikationsreferentin Esther eine Einführung in die Kommunikationsstrategie mit besonderem Schwerpunkt auf Krisenkommunikation. Wir sprachen auch darüber, wie wir über unsere Sendungen und Dienste in verschiedenen Teilen der Welt berichten können.

Am Abend feierten wir die Messe in der wunderschönen Kapelle des Villa Lante Centers – wie wir es jeden Tag tun. Einige Teilnehmerinnen nutzten den regenfreien Abend und machten einen Spaziergang, um Rom bei Nacht zu sehen.

7. Mai 2026

Im Mittelpunkt stand heute die Frage, wie wir unsere Ordensgemeinschaft in Zeiten führen können, die von Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit geprägt sind. Wir lernten die Methode der adaptiven Führung kennen und diskutierten, in welchen Situationen und auf welche Weise sie für unsere Provinzen und Regionen von Nutzen sein kann. Wir erhielten theoretische Impulse von unseren Moderatoren Anjet und David, arbeiteten in Gruppen und tauschten uns im Plenum mit allen Provinz- und Regionaloberinnen aus.

Am Nachmittag unternahmen wir eine Pilgerfahrt zur Santa Maria Maggiore, einer der Kirchen, von der wir wissen, dass sie für Mary Ward von großer Bedeutung war. Während eines ihrer Aufenthalte in Rom wohnte sie in der Nähe und ging oft dorthin, um vor der berühmten Ikone „Salus Populi Romani“ zu beten.

Wir besuchten das Grab von Papst Franziskus und feierten mit P. David die Messe in einer der Kapellen der Basilika.

5. und 6. Mai 2026

Das Treffen alle Oberinnen ist das erste ELM nach der Vereinigung der beiden Zweige der Kongregation im vergangenen November. Die Art zusammenzuarbeiten fühlt sich daher gleichzeitig vertraut und neu an – eine Premiere, die auf wertvollem Grund aufbauen kann.

In den ersten beiden Tagen ging es darum, die wichtigen Themen zu identifizieren, die alle Provinzen und Regionen beschäftigen. Die beiden Moderatoren, P. David McCallum SJ und Anjet van Linge, begleiten die Provinz- und Regionaloberinnen bei ihrem Prozess der geistlichen Entscheidung.

Eine wichtige Erkenntnis der beiden ersten Tage war es, festzustellen, dass es bei vielen wichtigen Zukunftsthemen nicht nur eine gute und gültige Position gibt, sondern dass es zwei Pole gibt, die beide valide und wertvoll sind. Für gute Führungskräfte gilt es, eine gelungene Balance zu finden und nicht in das eine oder andere Extrem zu fallen.

Hintergrund: Was ist das ELM?

ELM ist eine Abkürzung und steht für „Extended Leadership Meeting“. Das Treffen der weltweiten Verantwortlichen ermöglicht den Provinzen und Regionen der CJ, die gemeinsame Zukunft der gesamten Gemeinschaft  mitzugestalten. Teilnehmerinnen sind die Mitglieder des Generalrats sowie die Provinz- und Regionaloberinnen der gesamten Congregatio Jesu. Gemeinsam unterscheiden sie – auf Grundlage des Prinzips der Ignatianischen Unterscheidung der Geister –  wie sie die Ordensgemeinschaft in die Zukunft führen und ihre Zusammenarbeit gestalten wollen.