Unsere Geschichte:

Teresa Ball

Erfahren Sie mehr über die mutige Frau, die Mary Wards Vision und Charisma weitergetragen hat.

Ein Neuanfang in schwierigen Zeiten

Die Bildung von Mädchen und jungen Frauen war schon immer einer unserer wichtigsten Aufgabenbereiche und wird dies auch weiterhin bleiben, insbesondere in den Teilen der Welt, in denen Mädchen und junge Frauen oft keine Möglichkeit haben, eine Ausbildung zu erhalten.

„Die Gnade des Herrn will ich singen in Ewigkeit.“
Teresa Ball
Gründerin des IBVM

Frances Ball, eine junge Irin, trat 1814 der Gemeinschaft im Bar-Convent in York bei, wo sie ihre Ausbildung erhalten hatte. Dazu ermutigt wurde sie von Bischof Daniel Murray aus Dublin, der sehr daran interessiert war, katholische Bildung für Mädchen in Irland zu etablieren, das zu dieser Zeit zunehmend prosperierte.

Sie nahm den Ordensnamen „Teresa“ an und brachte Mary Wards Institut mit dieser Absicht nach Irland. Als sie im November 1822 in das Rathfarnham House einzogen, beschloss die kleine Gemeinschaft von drei Personen, das Haus „Loreto“ zu nennen, nach dem Dorf in Italien, in das das Haus der Heiligen Familie in Nazareth auf wundersame Weise versetzt worden sein soll. Mary Ward hatte ihre Reisen nach Rom – die sie zu Fuß absolvierte – oft um 300 km verlängert, um diesen Wallfahrtsort zu besuchen.

Teresa Ball widmete sich voll und ganz ihrer Mission und bemühte sich, eine gute Ausbildung zu bieten, indem sie Internate sowie kostenlose Schulen aufbaute. Der Erfolg dieser ersten Schulen veranlasste Bischof Murray, sie zu bitten, weitere Schulen innerhalb der Diözese zu eröffnen. Es folgten Einladungen aus weiter entfernten Gegenden, und bis zu ihrem Tod hatte Teresa siebenunddreißig Klöster und Schulen in Irland eröffnet und auch Schwestern nach Indien, Kanada, England, Mauritius, Kenia und Spanien entsandt. Heute besuchen weltweit über 75.000 Schüler:innen Loreto-Schulen.

Der Ruf, in verschiedene Länder zu gehen, war ein wesentlicher Bestandteil des Charismas von Teresa Ball und ist auch heute noch im Institut präsent. Im Jahr 2002 lud die damalige Leiterin des IBVM, Mary Wright, jede Provinz ein, im Rahmen einer neuen Initiative namens „Courage to move” (Mut zum Aufbruch) eine Niederlassung in einem neuen Land zu gründen. Als Reaktion darauf hat die Gemeinschaft ihre Präsenz auf Ecuador, Vietnam, die Seychellen, Ghana, Sambia, Namibia, Albanien, den Südsudan und Timor-Leste ausgeweitet. Zu den neuen Projekten gehörten auch die Gründung einer NGO gegen Menschenhandel, Schulen, Gesundheitskliniken, Gemeindezentren, der Bau von Brunnen …

„Mary Ward hatte einen Geist der Freiheit und vertraute auf ihre Fähigkeit, in fernen Ländern eifrig neue Fundamente zu legen. Sie träumte von universeller Verfügbarkeit, was in Institutum I und Teil VII unserer Konstitutionen so deutlich zum Ausdruck kommt. Ein auffälliges Merkmal von Teresa Ball war ihr Mut und ihre Energie, ihre jungen Schwestern auf lange und gefährliche Reisen weit weg von Irland zu schicken, um das Institut und seine Arbeit zu verbreiten ... Wenn das Evangelium Jesu und das Charisma von Mary Ward, das wir so sehr schätzen, eine Botschaft der Hoffnung für alle enthalten, warum sollten wir dann nicht einige Risiken eingehen, wie klein sie auch sein mögen, um aus unseren sicheren und vertrauten Situationen herauszukommen?”
Mary Wright
19. Mai 2002

Video über das Leben von Teresa Ball

2021: 200-Jahrfeier der Rückkehr von Frances Teresa Ball nach Irland

2021 haben wir den 200. Gedenktag der Rückkehr von Frances Teresa Ball nach Dublin und der Gründung des zweiten zweigs von Mary Wards Institut gedacht.

Eine Serie von Newslettern ermöglicht es, ein tieferes Verständnis dieser istorischen Ereignisse und ihrer Bedeutung bis heute zu bekommen:

Teresa Ball und die Loreto Schulen

Deirdre Rafterys hat ein Buch geschrieben, das speziell zum zweihundertjährigen Jubiläum der Gründung des Mary Ward Instituts in Irland in Auftrag gegeben wurde. Frances Teresa Ball kehrte im August 1821 nach ihrer Ausbildung im Bar Convent in York nach Irland zurück. Sie gründete die erste IBVM-Gemeinschaft und Schule in Dublin und etablierte damit den beliebten Namen Loreto. In den folgenden vier Jahrzehnten bis zu ihrem Tod im Jahr 1861 leitete Mutter Teresa Ball das Wachstum von Loreto nicht nur in Irland, sondern weltweit. Unter ihrer Führung wurden Loreto-Schwestern nach Kanada, Spanien, Indien, England und Mauritius entsandt und gründeten über 30 Niederlassungen.

‘Teresa Ball and Loreto Education, Convents and the Colonial World 1794-1875’ wurde am Donnerstagnachmittag, 19. Mai 2022, im UISG-Zentrum in Rom offiziell vorgestellt. Anwesend waren die Teams des IBVM- und CJ-Generalats, Mitglieder der beiden Kongregationen aus Irland, England, Spanien und Kanada sowie einige Freunde Mary Wards, in Rom lebende Studentinnen, Mitarbeiter:innen der UISG, die freundlicherweise von Sr. Pat Murray zur Verfügung gestellt wurden, der irische Botschafter, eine Handvoll „verstreuter” Schwestern beider Zweige, die zufällig in Rom waren und sich über die Einladung zur Teilnahme freuten, sowie fast tausend Schwestern, Gefährtinnen und Schülerinnen, die über Zoom und YouTube aus aller Welt zugeschaltet waren.

Video der Buchvorstellung

Neben der informativen und interessanten Darstellung bietet diese Studie in einer Reihe von Anhängen auch eine Fülle nützlicher und wertvoller Informationen. Die Loreto-Schwestern haben in Deirdre Raftery eine äußerst würdige Chronistin gefunden.

J. Anthony Gaughan, the Irish Catholic, April 21, 2022

… Die Kommunitäten stellten Ordensschwestern zur Verfügung, die im 19. Jahrhundert in Indien, Mauritius, Gibraltar, Kanada, England, Spanien und Australien ein Netzwerk von Loreto-Stiftungen aufbauten. Wie gelang es diesen irischen Frauen, Stiftungen in Teilen des Britischen Empire zu gründen, und welche besonderen Merkmale zeichnete die von ihnen eingeführte „Loreto-Erziehung” aus? Das Buch stützt sich auf umfangreiche Archivrecherchen, um diese Fragen zu beantworten, und liefert gleichzeitig einen neuen und wichtigen Beitrag zur Schulbildung von Mädchen.

Das Buch bietet auch eine originelle Studie über die Familie Ball und ihr soziales Umfeld im Dublin des frühen 19. Jahrhunderts. Zu ihrem Netzwerk gehörten Mitglieder des Katholischen Komitees, Mitglieder der katholischen Kirchenhierarchie und wohlhabende katholische Kaufleute. Das Buch gibt neue Einblicke in die Rolle der Frauen am Rande dieser katholischen Welt. Es zeigt auch, wie die Ausbildung der Ball-Kinder in York und Stonyhurst ihnen den Weg zum Erfolg in der katholischen Gesellschaft ebnete, zu einer Zeit, als das Ansehen ihrer Kirche in Irland wuchs.

Four Courts Press

Deirdre Raftery ist Professorin für Bildungsgeschichte am University College Dublin. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen und gewähltes Mitglied der Royal Historical Society. Sie hat viele Auszeichnungen erhalten, darunter ein Fulbright-Stipendium (Boston College) und ein Gaststipendium an der Universität Oxford.

“Wir dürfen den Geist Gottes nicht kontrollieren, der weht, wo und wann er will.”
Teresa Ball
1794 - 1861
“Nichts wird geschehen, außer was Gott zulässt. Wenn er für uns ist, spielt es keine Rolle, wergegen uns ist. Lasst uns ihm also dienen.”
Teresa Ball
1794 - 1861
“I am firmly persuaded that our good God is lovingly watching over your everymotion, breath and word, and will give you a special grace to do his ever adorablewill. Hear him say to you, “fear not, I will be thy reward exceedingly great.”
Teresa Ball
1794 - 1861