Unsere Sendungen:

JPIC: Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung

JPIC steht im Englischen für Justice, Peace and the Integrity of Creation. Auf deutsch: Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. 

Aktiver Einsatz für eine bessere Welt

Als Mary Ward Frauen setzen wir uns dafür ein, Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung auf Mary Wards Weise zu fördern. Das bedeutet, dass wir in Übereinstimmung handeln mit dem Charisma der Gerechten Seele und den dafür so wichtigen Tugenden Freiheit, Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit und Freude. Diese legen eine so wirkungsvolle Grundlage für unser Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Sie sind integraler Bestandteil all unserer Sendungen und Dienste.

Der Fokus auf JPIC ist seit vielen Jahren ein wesentlicher Bestandteil unserer Sendung, und wir sind dazu aufgerufen, in allem, was wir tun, wachsamer zu sein und stärker auf JPIC-Themen zu reagieren. Viele Mitglieder der Mary Ward Familie arbeiten zum Beispiel

  • in Schulen und Bildungseinrichtungen,
  • für Umweltschutz und Ökologie,
  • gegen Gewalt,
  • gegen Menschenhandel,
  • im interreligiösen Dialog,
  • in der Seelsorge und
  • in sozialen Diensten, wo JPIC gefördert wird.

Wie wir uns für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einsetzen

In der dynamischen Welt von heute entdecken wir zahlreiche Herausforderungen, die es erfordern, dass wir uns mit anderen zusammentun, um Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung (JPIC) zu fördern.

Der Weg Mary Wards ist der Weg der „Gerechten Seele“, der die Schwestern und alle, die sich zur Mary Ward-Familie zählen, dazu aufruft, sich für Freiheit, Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit und Glück einzusetzen.

Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung ist ein wichtiges Wesensmerkmal unserer Gemeinschaft. In Mary Wards Spuren Jesus nachzufolgen bedeutet, JPIC in allen Lebenslagen zu beachten und Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in unseren Alltag zu integrieren. Das heißt auch, dass wir kontinuierlich an unserer persönlichen Umkehr arbeiten, damit wir nicht dazu beitragen, die Ressourcen unserer Mutter Erde zu plündern, schließlich sollen sie allen zur Verfügung stehen. Es bedeutet auch, dass wir angesichts von Ungerechtigkeit nicht schweigen dürfen! Das alles erfordert Solidarität, Mut, die Vernetzung mit anderen und einen ständigen Dialog.

Themen wie fairer Handel, nachhaltiges Wirtschaften, Einwanderung, Menschenhandel, Armut und Klimakrise sind ganz unterschiedliche und doch zusammengehörige Herausforderungen unserer Zeit, die gemeinsame Anstrengungen aller erfordern. Als Nachfolgerinnen Mary Wards sind wir dazu aufgerufen, unsere Kräfte und Ressourcen zu bündeln, um ein starkes Netzwerk zu sein, das sich für das menschliche Leben, die Menschenwürde, den Schutz der Umwelt, Solidarität und eine gerechtere Welt einsetzt.

Laudato Si'

Kampf gegen Menschenhandel

Die Erde, unsere gemeinsame Heimat, ist wie eine Schwester, mit der wir unser Leben teilen, und wie eine Mutter, die ihre Arme ausbreitet, um uns zu umarmen (Laudato Si, Nr. 1). Doch unsere Schwester schreit wegen unseres Mangels an Verantwortung und Liebe ihr gegenüber und weil „wir uns als ihre Herren und Gebieter betrachten, die das Recht haben, sie nach Belieben auszubeuten“ (Nr. 2).

Angesichts der weltumspannenden Umweltzerstörung, rief Papst Franziskus alle, die auf diesem Planeten leben, dazu auf, in einen Dialog über unser gemeinsames Zuhause zu treten (Nr. 3).

Menschenhandel ist eine moderne Form der Sklaverei, die Frauen, Männern und Kindern weltweit Schaden zufügt, die unter Anwendung von Gewalt, Betrug oder Nötigung angeworben, ausgebeutet oder verschleppt werden. Es ist das zweitgrößte Verbrechen der Welt, das den Menschenhändlern Milliarden von Dollar einbringt, während Millionen von Menschen zu Opfern werden.

 

Schätzungsweise 20,9 Millionen Frauen, Männer und Kinder weltweit sind Opfer internationaler Menschenhändler.

Einsatz für sozialen Wandel und Klimagerechtigkeit

Mary Ward Familie gegen den Menschenhandel

Eine aktuelle Priorität unseres Einsatzes ist die Umsetzung der integralen Ökologie, wie sie in der Enzyklika „Laudato Si’“ von Papst Franziskus erläutert wird. 

 

Wir sind Teil einer weltweiten katholischen Bewegung für die Bewahrung der Schöpfung, die wir in einem 7-Jahres-Plan gemäß der „Laudato Si’“-Aktionsplattform umsetzen.

Opfer von Menschenhandel können als unbezahlte Haushaltshilfen missbraucht werden, sind jedoch auch in der Sexindustrie, im Hotel- und Gaststättengewerbe, auf dem Bau, in der Landwirtschaft, als „Katalogbräute“, Kindersoldaten, Bettler sowie im Zusammenhang mit Organraub und illegalen Adoptionen anzutreffen. Dieses Verbrechen wird es so lange geben, wie es eine Nachfrage gibt und es für Menschenhändler finanziell lukrativ bleibt.

Vorlagen für Veranstaltungen und Gruppenarbeit

Wir haben Dokumente, Arbeitsmaterial, Meditationen und weitere Materialien zusammengestellt, die alle nutzen können, die eigene Veranstaltungen planen oder mit Gruppen zur JPIC arbeiten möchten.

-> Zur Materialübersicht
 
Aktivitäten unserer Provinzen und Regionen
‚-Im Rahmen des Laudato Si‘-Aktionsplans finden weltweit zahlreiche Aktionen statt.
-> Zur Übersicht

Menschenhandel gibt es auch da, wo unsere Mitschwestern, Partner und Mitarbeiter:innen leben und arbeiten. Eine bedeutende Anzahl unserer Schwestern engagiert sich gemeinsam mit anderen in den Bereichen Bildung, Interessenvertretung, Prävention, Gebet und auf andere Weise für die Bekämpfung des Menschenhandels. 

 

Wir schließen uns mit unserer Stimme und unseren Maßnahmen denen vieler anderer religiöser Gemeinschaften und zivilgesellschaftlicher Nichtregierungsorganisationen an.

Weitere Schwerpunkte
Stellungnahmen gegen Menschenhandel