Kampf gegen Menschenhandel in Albanien
Schnelle Hilfe und strukturelle Veränderungen
Sr. Imelda Poole CJ und das Team von Mary Ward Loreto (MWL) haben eine starke Organisation aufgebaut, die sich dem Kampf gegen den Menschenhandel verschrieben hat. Sie leisten vor Ort direkte Unterstützung für Opfer und Überlebende des Menschenhandels zusammen mit auf Traumabehandlung spezialisierten Berater:innen, Jurist:innen, Mitarbeitenden im Gesundheitswesens, Arbeitsberater:innen sowie Vermittler:innen in Gemeinden und Gruppen.
Eine der wichtigsten Aufgaben ist das URAT-Projekt („Brücken“ auf Albanisch), in dessen Rahmen seit 2014 vierzig Schulungsseminare zur Sensibilisierung durchgeführt wurden, die sich an Gemeindepädagog:innen, Schulleitungen, Eltern und gefährdete Bevölkerungsgruppen richteten. Mary Ward Loreto betreibt zudem fünf Unterstützungszentren, die psychologische Beratung, rechtliche Begleitung, Fallmanagement, Koordination der medizinischen Versorgung und Notfallhilfe für Überlebende von Menschenhandel und gefährdete Personen anbieten.
Das Programm „Empower Full Club“ umfasst zwölfwöchige Kurszyklen für Gruppen, die sich mit den wirtschaftlichen Rechten von Frauen, Sicherheitsplanung, psychosozialer Heilung und Strategien für eine nachhaltige Existenzsicherung befassen.
Sr. Imelda koordiniert strategische Partnerschaften mit Kommunen, vertritt MWL bei staatlichen Koordinierungsforen zur Bekämpfung des Menschenhandels, legt Beweise und Dokumentationen zu den Strukturen von Menschenhandel vor und setzt sich für evidenzbasierte politische Reformen ein. Mit der Verleihung des MBE-Ordens (Ordens des britischen Königshauses) anlässlich des Geburtstags der Königin im Jahr 2018 wurde ihr Modell der direkten Arbeit an vorderster Front gewürdigt, das integrierte klinische Dienstleistungen, die Mobilisierung der Gemeinschaft und systemische Interessenvertretung zu einer umfassenden Infrastruktur zur Bekämpfung des Menschenhandels verbindet.
Unser integrierter Ansatz beruht auf der Erkenntnis, dass Menschenhandel mit systemischer Armut, geschlechtsspezifischer Ungleichheit, unzureichendem Zugang zu Bildung und diskriminierender Migrationspolitik zusammenhängt.
Als Frauen der Mary-Ward-Gemeinschaft streben wir danach, Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung (JPIC) auf eine ganz eigene Mary-Ward-Weise zu fördern – das heißt im Einklang mit dem Charisma der „Gerechten Seele“ und dessen prägenden Tugenden Freiheit, Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit und Glückseligkeit, die so eindringlich auf die Themen von JPIC und deren ganzheitlichen Charakter in allen Aspekten von Mission und Dienst hinweisen.
Wir sind in verschiedenen Bereichen und Projekten tätig – nicht aus eigenem Antrieb, sondern weil wir uns von Gott senden lassen. Wir bilden unsere Schwestern so aus, dass sie flexibel und einsatzbereit sind und bereit, dorthin zu gehen, wohin sie gesandt werden. Wir erwarten von ihnen, dass sie sich – wie Mary Ward – um jene innere Freiheit bemühen, auf den Ruf zu reagieren, alles hinter sich zu lassen und Christus mit Leidenschaft und Mitgefühl nachzufolgen.
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