Geschichte unserer Vereinigung
Congregatio Jesu
Wir sind eine internationale Frauenordensgemeinschaft mit rund 1800 Schwestern in mehr als 40 Ländern weltweit.
Eine weltumspannende Gemeinschaft, vereint durch den Glauben, getragen von der gemeinsamen Sendung zu den Menschen, offen für die Nöte der Welt.
Wir sind eine Gemeinschaft von Ordensfrauen, die von der Vision der Verehrungswürdigen Mary Ward inspiriert sind und sich von der ignatianischen Spiritualität der Unterscheidung der Geister, Freiheit und mutigen Liebe leiten lassen.
Unser Leben und unsere Mission sind geprägt vom Wunsch, „Gott in allen Dingen zu finden“ und mit Mitgefühl, Kreativität und Glauben auf die Bedürfnisse der Welt zu reagieren.
Von Europa bis Afrika, von Asien bis Amerika – wir bilden eine Gemeinschaft und lassen uns senden von dem einen Geist. Gemeinsam wollen wir Hoffnung bringen, wo Verzweiflung herrscht, Licht, wo Dunkelheit überwiegt, und Würde, wo sie verloren gegangen ist.
Unsere Ignatianische Spiritualität beruft uns dazu:
Seit 2003 können wir offiziell den Namen „Congregatio Jesu“ tragen. Er löste die vorherige Bezeichnung „Institut der Heiligen Jungfrau Maria“ ab.
Hintergrund:
Nach Mary Wards Erkenntnis von 1611, „das Gleiche wie die Gesellschaft (Jesu) zu tun“, zweifelte Mary Ward nie daran, dass der Name ihres Instituts „Jesus“ lauten müsse. Allerdings konnte sie ihrer neuen Gründung keinen offiziellen Namen geben, da die Kirche ihr nie die von ihr angestrebte Anerkennung zuteilwerden ließ. Untereinander bezeichneten sich die Schwestern als „die Gefährtinnen” und „die Unsrigen”. Ihre Gegner und Kritiker nannten sie „Jesuitinnen” und „galoppierende Mädchen”. Nach allgemeiner Sitte wurden die Schwestern oft einfach als „die englischen Fräulein” bezeichnet, eine Bezeichnung, die an manchen Orten noch heute gebräuchlich ist.
Innerhalb eines halben Jahrhunderts nach Mary Wards Tod hatten die Schwestern den marianischen Namen „Institut Mariens“ angenommen. Kurz darauf wurde dieser in „Institut der Heiligen Jungfrau Maria“ geändert. Unter diesem Namen wurde das Institut 1877 von der Kirche anerkannt.
Auf dem leider ergebnislosen Kongress für einen Zusammenschluss der verschiedenen Zweige von 1900 akzeptierten alle Zweige von Mary Wards Institut diesen Namen als offiziellen kirchlichen Titel.
Bei der Generalkongregation 2002 beschlossen die Delegierten, den Namen ‚Congregatio Jesu‘ sowie die Ignatianischen Konstitutionen ‘ad maximum’ anzunehmen. Nach fast 400 Jahren konnte Mary Wards Wunsch endlich Wirklichkeit werden.
Der Name „Institute of the Blessed Virgin Mary“ (IBVM) bestand im Loreto-Zweig der Ordensgemeinschaft weiter. Beim Zusammenschluss der beiden Zweige im November 2025 nahmen alle Schwestern dern Namen ‚Congregatio Jesu‘ an.
Der Name ‘Loreto’ für das von Teresa Ball gegründete Institute of the Blessed Virgin Mary (IBVM) wurde von der Gründerin 1821 gewählt.
Die Tradition besagt, dass das „heilige Haus von Nazareth“, in dem die Muttergottes Maria aufwuchs, von Engeln nach Loreto in Italien gebracht wurde – man spricht auch vom „Wunder des heiligen Hauses von Loreto“. Der Name wurde für alle von Irland aus gegründeten Kommunitäten genutzt und wurde der offizielle Rufname der IBVM-Schwestern in aller Welt.
Sie benannte den ersten Konvent und die Schule in Rathfarnham, Dublin, nach dem berühmten Marien-Schrein im italienischen Loreto. Sie tat dies, weil Mary Ward eine starke persönliche Beziehung zu diesem Ort hatte und bei ihren Reisen nach Rom – zu Fuß – den Umweg von etwa 300 Kilometern auf sich nahm, um dort zu beten.
Ein Erbe mutiger Liebe
Unser Charisma wurzelt in der ignatianischen Spiritualität und ist geprägt von der prophetischen Vision von Mary Ward. Ihre Überzeugung, dass „Frauen in der Zukunft viel leisten werden“, inspiriert unsere Mission bis heute.
Die ignatianische Tradition lehrt uns, Gottes Gegenwart im Alltag zu erkennen, vor dem Handeln nachzudenken und frei und integer zu handeln. Mary Ward fügte ihren eigenen kühnen Geist hinzu: einen Glauben, der wagt, eine Liebe, die ausharrt, und eine Hoffnung, die alle Grenzen überwindet.
Gesandt von Christus
Jede Schwester ist eingeladen, inmitten ihres Tuns ein kontemplatives Herz zu bewahren – aufmerksam zuzuhören, weise zu urteilen und mutig zu handeln. Wir glauben, dass spirituelle Tiefe und praktischer Dienst zusammengehören: Glaube wird im Dienst sichtbar, unser Dienst vertieft unseren Glauben.
Wir arbeiten als Erzieherinnen, Seelsorgerinnen, Sozialarbeiterinnen und geistliche Begleiterinnen. In Schulen und Universitäten, in Pfarreien und Flüchtlingsunterkünften, in Exerzitienhäusern und auf digitalen Plattformen möchten wir Menschen auf ihrem Weg zu Heilung und Freiheit begleiten.
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