Im Jahr 2020, als COVID-19 weltweit grassierte, teilten die Leitungsteams eine gemeinsame Reflexion, in der sie mitteilten, dass das Gebet und die Prüfung der geplanten Fusion in beiden Zweigen fortgesetzt werden sollten.
Im September desselben Jahres wurde der formelle Fusionsprozess eingeleitet. Vor dem Hintergrund der Pandemie wurde ein kreativer Ansatz entwickelt, um die Mitglieder mit einander in Kontakt zu bringen und ein gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen. ‚Botschafterinnen‘ wurden ernannt und stellten digitale Plattformen für den Austausch über Geschichte, Leben und Sendung der Schwestern in den verschiedenen Teilen der Welt bereit. Unterstützt wurden sie von Animatorinnen aus beiden Leitungsteams. Die Initiative lief erfolgreich bis Juni 2021. Die verschiedenen Provinzen und Regionen wurden dazu in vier Gruppen aufgeteilt, und viele freudige Begegnungen fanden über Zoom, mit Webinaren und digitalen Pinnwänden statt.
Während die Welt weiterhin von COVID-19 betroffen war, beschäftigten sich die Schwestern intensiv mit der Frage der Fusion durch Nachdenken und Gebete. Gebetskarten wurden gedruckt, übersetzt und an alle Provinzen und Regionen verteilt.
Am 11. April 2022 teilte das Leitungsteam des IBVM mit, dass es von allen Mitgliedern ein klares Mandat erhalten habe, die kirchenrechtliche Fusion mit der Congregatio Jesu zu beantragen.
Am 25. August 2022 stimmten alle Delegierten der Generalkongregation der CJ in Nemi einstimmig für die Aufnahme des Instituts der Heiligen Jungfrau Maria in die Congregatio Jesu. Am 14. Oktober 2022 wurde auf der Generalkongregation des IBVM in Manresa der vorgeschlagenen Fusion mit der Congregatio Jesu einstimmig zugestimmt.
Von Januar 2023 bis zur kirchenrechtlich bindenden Abstimmung der IBVM-Mitglieder am 31. Juli 2025 fanden zahlreiche gemeinsame Treffen und Zusammenkünfte von CJ und IBVM statt. Schwestern beider Kongregationen weltweit nahmen außerdem von Januar bis Juli 2025 an einer „spirituellen Reise“ teil.
Für die Mitglieder des IBVM war der 31. Juli 2025 ein Tag der Freude und des Feierns, denn sie alle hatten die Möglichkeit, über den Beitritt zur fusionierten Gemeinde abzustimmen. Am 8. August 2025 wurde die Nachricht, dass das IBVM für die Fusion mit der Congregatio Jesu gestimmt hatte, mit tiefer Dankbarkeit aufgenommen. Mit der öffentlichen Verkündung des offiziellen Fusionsbeschlusses am 4. November 2025 ist die Fusion nun vollständig vollzogen und unsere Gemeinschaft ist endlich EINS.