Die Congregatio Jesu wurde von Mary Ward gegründet. Gemeinsam mit einigen Gefährtinnen kam sie 1609 von England aufs Festland nach Saint Omer, wo sie eine erste Niederlassung gründete. Einer starken inneren Eingebung folgend gründete sie ihre Ordensgemeinschaft auf die Ordensregeln des heiligen Ignatius von Loyola. Die Mitglieder ihrer neuen Gemeinschaft sollten Gott durch ein aktives Leben dienen und den Glauben an die Menschen um sie herum weitergeben.
Obwohl das Institut und seine Schulen florierten, konnte Mary Ward aus Gründen, die mit den damaligen Umständen zusammenhingen, keine päpstliche Anerkennung erlangen. Das Institut wurde 1631 von Papst Urban VIII. mit der Bulle ‚Pastoralis Romani Pontificis‘ aufgelöst.
Die Gründerin unterwarf sich dem Befehl des Papstes mit vollem Gehorsam. Sie gab die Hoffnung nie auf, dass Gott ihrem Institut die Möglichkeit geben würde, zum Dienst der Kirche wiederzubeleben.
Ab 1680 wurde dank des Engagements treuer Mitstreiter die bischöfliche Erlaubnis erteilt,neue Häuser zu gründen. Ab 1749 wurde die gemeinsame Oberin aller Gemeinschaften Generaloberin genannt. 1703, genehmigte Papst Clement XI die sogenannten 81 Regeln,–die auf denKonstitutionen der Jesuiten gründeten. Diese Regeln sowie die Ignatianischen Exerzitien bildeten die ursprüngliche Basis von Mary Wards Gründung. 1877 bestätigte Papst Pius IX. in seinem Dekret ‚Religiosae Mulieres Congregationis‘
unsere Kongregation.