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Congregatio Jesu

Archivierte Nachrichten

 

 

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Slowakei - Žakovce

Sr. Viera MikluÅ”ičáková CJ berichtet über ein Sozial- und Armutsexperiment in  Žakovce:
 
Žakovce ist ein kleines Dorf am Fuß der hohen Tatra, aber die Slowaken benutzen den Namen  "Žakovce" auch für einen Gebäudekomplex, der am Rand dieses Dorfes herangewachsen ist. Dort habe ich mein 6wöchiges Sozialexperiment verbracht. Der volle Name des Komplexes ist Das Institut Christi, des Hohen Priesters in Žakovce und es ist eine Einrichtung für Menschen am Rand der Gesellschaft. Es wird vom IKV geleitet – Dem Institut Christi des Hohenpriesters; es ist ein Säkularinstitut von Priestern und Laien. Eines der Mitglieder ist Fr.Marián Kuffa, ein Pfarrer von Žakovce. Er begann diese Arbeit vor 20 Jahren mit nichts als einem starken Glauben, einem liebenden Herzen und dem Segen seines Bischofs.
 
Das Institut ist langsam gewachsen, je nach den Bedürfnissen der Menschen, die es aufsuchen. Heutzutage sind etwa 300 Klienten in Žakovce; Obdachlose, Alkoholiker, ehemalige Straftäter, die Verlassenen, behinderte Männer und Frauen, Jugendliche deren Aufenthalt in oder Schutzwohnungen beendet ist, Geschiedene, Roma, kinderlose Frauen, die die Waisenhäuser verlassen haben, Mütter mit Kindern, die aus unterschiedlichen Gründen auf der Straße gelandet sind und keinen Ort haben, wo sie hingehen können. Alle müssen Beten und Arbeiten – außer den Kranken und den Kindern, die natürlich nicht arbeiten. Gebet, Arbeit und Liebe bilden den wichtigsten Teil der Therapie dort. Das Motto von Marian Kuffe und des IKV sagt:
 
Liebe die Menschen, so wie sie sind: je weniger sie es verdienen, umso mehr sollst du sie lieben. Liebe sie nicht nach ihren Verdiensten sondern nach ihren Nöten!
 
Die Zeit, die ich dort in Žakovce verbracht habe, war wirklich ein Segen für mich. Meistens war ich mit Müttern und Kindern beschäftigt: mit Nachhilfe für Kinder, mit Hilfe bei Freizeitaktivitäten, Wochenenden und Nachtdienst. In der ganzen Zeit in Žakovce hatte ich das Gefühl, dass Gott mit mir ist. Er war da, bevor ich kam. Und in der ganzen Zeit dort, hatte ich die Worte des 40. Psalms im Kopf: „Ich bin arm und gebeugt, der Herr aber sorgt für mich ..“. Žakovce war eine Zeit der Gnade und ich bin sehr froh, dass ich sie erfahren durfte.

Diese Nachricht lief aus am 31/07/2012.



Zimbabwe ā€“ Nesigwe

Sr Thoma van Dahl und Eva Hinz, eine ehrenamtliche Helferin aus Deutschland, besuchten Nesigwe im November und sie verfassten für die Kommunität in Mainz einen langen, bebilderten Bericht, um ihnen damit für ihre andauernde Unterstützung dieser neuen und anstrengenden Mission zu danken. Hier ist ein redigierter Bericht, der sich auf die Entwicklung in der Schule konzentriert.
 
In der Mission Nesigwe gibt es eine diözesane weiterführende Schule, die lange Zeit weder ausreichend Lehrpersonal noch Unterrichtsmaterial hatte. Anfang des Jahres, ein paar Tage nachdem sie in Nesigwe angekommen war und begonnen hatte, in der Schule zu unterrichten, wurde Sr. Monika Mujera zur stellvertretenden Schulleiterin befördert! Ihre Schulerfahrung und ihr Organisationstalent finden jetzt eine gute Verwendung.
 
Es gibt in dieser heißen Region nur wenig Regen im Jahr und oft gibt es weder elektrischen Strom noch sauberes Wasser. Die Schule ist sehr arm und die Schüler, Jungen und Mädchen, kommen aus den umgebenden ländlichen Gebieten. Sie kommen in der Schule an, nachdem sie kilometerweit gelaufen sind, meist ohne gefrühstückt zu haben. Die Maria Ward Schule in Mainz sponsert jetzt eine tägliche Portion von ‚Mahewu‘ – ein traditionelles Getränk aus Mais, Zucker und anderen Zutaten der Region. In den kalten Wintermonaten werden die Schüler/innen heißen löslichen Haferbrei erhalten. Diese Nahrung macht viel aus, im Hinblick auf die Lernfähigkeit der Schüler/innen. Ohne Nahrung waren sie teilnahmslos, erschöpft und schliefen häufig ein – und das gleiche galt für die Lehrer! Außerdem wurden drei neue Klassenzimmer gebaut und die Eltern haben dabei geholfen, den Baugrund vorzubereiten und den Grenzzaun zu bauen.
 
Auf dem Foto unten schicken die Schülerinnen und Schüler den Schülerinnen in Mainz ein großes Dankeschön – ‚SIYABONGA‘
 

Diese Nachricht lief aus am 31/07/2012.



MitteleuropƤische Provinz ā€“ Langenberg

Im Juli 2011 wurde im ‘Haus Maria Frieden’ in Langenberg eine neue Gruppe namens Zitronenfalter für stark traumatisierte Kinder eröffnet.
 
So wie sich der Schmetterling aus der Raupe entwickelt, so hoffen wir, dass die Kinder, die hierher kommen langsam, Schritt für Schritt ihr Leben wieder in die Hand nehmen können und wie ein Schmetterling aus der Puppe schlüpfen.
Die Kinder, die im ‘Zitronenfalter’ aufgenommen werden, sind zwischen 5 und 12 Jahre alt. Sie waren Opfer verschiedener Formen von Missbrauch: sexuellem Missbrauch, physischem Missbrauch, emotionaler Vernachlässigung, schwerem Trauma  und sie haben extreme pädagogische Unsicherheit erfahren. Hier im ‚Zitronenfalter‘ erhalten sie intensive, heilende Gruppentherapie und die bestmöglichen Entwicklungsmöglichkeiten. Teil des pädagogischen Konzepts schließt die Zusammenarbeit mit Eltern, Schulen und den Verantwortlichen des Jugendamtes ein.
 
Das Haus für diese Einrichtung war ein Geschenk eines Ehepaares aus Langenberg, das in seinem Testament den Wunsch ausdrückten, dass das Haus für bedürftige Kinder genutzt wird. Die ersten acht Kinder kamen im August an. Für die Schwestern der CJ ist es eine große Freude, Teil dieses Projekts zu sein. Die ‚Zitronenfalter‘ Gruppe zeigt uns zunehmend und besonders zu Beginn, wie real die Sendung Mary Wards ist und wie unterschiedlich und lebendig sie sein kann.
 

Diese Nachricht lief aus am 31/07/2012.